Die drei Werte
Für einen sauberen Mailserver müssen PTR-Record, A-Record und HELO-Name übereinstimmen:
Die ersten beiden Zeilen zusammen ergeben FCrDNS (Forward-confirmed reverse DNS). Erst der Rückweg vom Namen zur IP macht den PTR-Record belastbar — denn den PTR allein könnte jeder IP-Inhaber auf einen beliebigen Namen setzen.
Schritt 1 — PTR-Record setzen
Der PTR-Record liegt nicht in deiner eigenen DNS-Zone. Er gehört in die Reverse-Zone des IP-Blocks, und die verwaltet der Inhaber der IP — also dein Hoster. Bei den meisten Anbietern findest du die Einstellung im Kundenpanel bei der IP- oder Server-Verwaltung, oft unter „Reverse DNS“ oder „PTR“.
Trage dort den vollqualifizierten Hostnamen ein, den dein Mailserver führen soll. Wähle einen sprechenden Namen wie mail.deinedomain.de — nicht den Provider-Standard wie vps12345.hoster.de. Generische Namen dieser Art werden von Filtern als Muster für dynamische oder unbeaufsichtigte Systeme gewertet.
Schritt 2 — A-Record anlegen
In deiner eigenen Zone legst du den passenden Vorwärtseintrag an:
Er muss exakt auf dieselbe IP zeigen, auf die der PTR-Record verweist. Erst damit ist FCrDNS erfüllt.
Schritt 3 — HELO-Namen angleichen
Der Mailserver muss sich mit demselben Namen vorstellen. Bei Postfix:
Bei Exim ist es primary_hostname, bei anderen Systemen die entsprechende Einstellung. Wichtig ist die exakte Übereinstimmung mit dem PTR-Record.
IPv6 nicht vergessen
Sendet dein Server auch über IPv6, gilt alles Gesagte für die IPv6-Adresse ebenso. Google lehnt Mails von IPv6-Adressen ohne PTR-Record grundsätzlich ab — das ist eine der härtesten Regeln überhaupt. Wer IPv6 nicht sauber konfigurieren kann, sollte den ausgehenden Versand explizit auf IPv4 beschränken, statt es halb zu tun.
Häufige Fehler
- PTR in der eigenen Zone angelegt. Wirkungslos — er muss beim IP-Inhaber gesetzt werden.
- A-Record fehlt oder zeigt woandershin. Der PTR existiert, FCrDNS scheitert trotzdem.
- HELO weicht ab. Der Server nennt seinen internen Hostnamen statt des öffentlichen FQDN.
- Mehrere ausgehende IPs — jede braucht einen eigenen PTR-Record.
- Provider-Standardname belassen. Technisch korrekt, aber Filter bewerten das Muster negativ.
Testen
Nach der Änderung dauert es je nach Provider einige Minuten bis Stunden. Danach sendest du eine E-Mail an hello@analyzemy.email: Der Report zeigt PTR-Record, FCrDNS-Status, HELO-Abgleich und die ASN-Zuordnung deiner Sender-IP.