So sieht die Meldung aus
554 5.7.1 Service unavailable; Client host [203.0.113.5] blocked using zen.spamhaus.org 550 5.7.1 Service unavailable; Client host blocked using Barracuda Reputation 554 5.7.1 Your access to this mail system has been rejected due to the sending MTA's poor reputation

Erst nachsehen, welche Liste gemeint ist

Die Meldung enthält fast immer den Hostnamen der Liste — zen.spamhaus.org, b.barracudacentral.org, bl.spamcop.net und so weiter. Das entscheidet über den Aufwand:

  • Spamhaus (ZEN, SBL, XBL, PBL) und Barracuda werden von sehr vielen Providern ausgewertet. Ein Eintrag dort blockiert real und muss ernst genommen werden.
  • SpamCop ist beschwerdebasiert und läuft nach einiger Zeit automatisch aus, wenn nichts nachkommt.
  • UCEProtect Level 2 und 3 listen ganze Netzblöcke wegen einzelner Nachbarn mit. Seriöse Empfänger nutzen sie kaum; ein Treffer dort ist oft schlicht ohne Bedeutung.

Bevor du irgendetwas beantragst, lohnt der Blick, ob die Liste überhaupt Wirkung hat.

Die Ursache kommt vor dem Delisting

Ein Delisting-Antrag ohne behobene Ursache ist verlorene Zeit: Die Liste nimmt dich wieder auf, meist innerhalb von Tagen, und wiederholte Einträge machen die nächste Entfernung schwerer. Manche Listen sperren nach mehrfachem Hin und Her dauerhaft.

Typische Quellen, in dieser Reihenfolge zu prüfen:

  1. Kompromittiertes Postfach. Ein erratenes Passwort, über das jemand authentifiziert versendet. Im Maillog erkennbar an ungewöhnlichem Volumen von einem einzelnen Konto.
  2. Offenes Relay oder offenes Formular. Ein Kontaktformular ohne Rate-Limit, das beliebige Empfänger anschreibt, wird zuverlässig missbraucht.
  3. Malware im Netz. Wenn die IP ein NAT-Ausgang ist, kann ein infizierter Rechner dahinter senden.
  4. Listenhygiene. Versand an alte, gekaufte oder nie bestätigte Adressen erzeugt Spam-Traps-Treffer und Beschwerden — die häufigste Ursache bei Newsletter-Versendern.
  5. Erbschaft. Bei einer frisch zugewiesenen IP kann der Eintrag noch vom Vorbesitzer stammen. Dann ist das Delisting tatsächlich reine Formsache.

Delisting

Jede Liste hat ein eigenes Formular, meist unter der in der Fehlermeldung genannten Domain. Beschreibe knapp, was die Ursache war und was du dagegen getan hast — Anträge ohne erkennbare Ursachenbehebung werden bei den großen Listen routinemäßig abgelehnt.

Danach zählt Geduld: Reputation baut sich über Wochen sauberen Versands wieder auf, nicht über Nacht.

Die Ursache in der echten Nachricht finden

Sende oder leite die betroffene E-Mail an hello@analyzemy.email weiter. Der Report zeigt für genau diese Nachricht, welche IP gesendet hat, wie SPF, DKIM und DMARC ausgefallen sind und wo die Kette bricht.

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