Was BIMI macht
BIMI (Brand Indicators for Message Identification) sorgt dafür, dass neben deinen E-Mails im Posteingang dein Markenlogo erscheint statt eines Platzhalter-Buchstabens. Technisch ist es ein simpler DNS-TXT-Record unter default._bimi.deinedomain.de, der auf eine Logo-Datei verweist.
Der eigentliche Wert liegt nicht in der Grafik, sondern in der Voraussetzung: BIMI funktioniert nur bei einer durchgesetzten DMARC-Policy. Ein sichtbares Logo ist damit der Beweis, dass die Domain sauber authentifiziert ist — und ein starker interner Anreiz, den Weg zu p=reject tatsächlich zu Ende zu gehen.
Was AnalyzeMy.Email prüft
- BIMI-Record unter
default._bimi.{domain} - Logo-URL aus dem
l=-Tag - Record-Syntax und Vorhandensein der erforderlichen Tags
Die Voraussetzungen
- DMARC mit mindestens
p=quarantine— mitp=nonewird kein Logo angezeigt. Manche Anbieter verlangen zusätzlichpct=100. - SPF und DKIM müssen sauber bestehen und aligned sein.
- Logo als SVG Tiny PS — ein eingeschränktes SVG-Profil, quadratisch, ohne Skripte und externe Referenzen, maximal 32 KB.
- Auslieferung über HTTPS mit gültigem Zertifikat.
- VMC für Gmail: Google verlangt ein Verified Mark Certificate — ein kostenpflichtiges Zertifikat, das eine eingetragene Wortbildmarke voraussetzt. Apple Mail und Yahoo zeigen Logos auch ohne VMC.
Lohnt sich das?
BIMI ist kein Sicherheitsmechanismus — es schützt vor nichts, was DMARC nicht schon abdeckt. Der Nutzen ist Wiedererkennung im Posteingang und, bei Gmail mit VMC, ein sichtbares Vertrauenssignal.
Für Unternehmen mit hohem Mailvolumen und eingetragener Marke ist das eine sinnvolle Investition. Für alle anderen gilt: Der Weg dorthin — sauberes SPF, DKIM und DMARC auf p=reject — ist der eigentliche Gewinn. Das Logo ist die Belohnung obendrauf. Ohne VMC und ohne durchgesetzte Policy bringt ein BIMI-Record dagegen gar nichts.